Langlaufen im Kaiserwinkl

Seit kurzem hat uns das Langlauffieber gepackt. Am Anfang kein leichtes Unterfangen, wenn man seit fast schon 20 Jahren dank Snowboard auch auf keinen Skiern mehr gestanden ist und es noch dazu gleich mit Skaten losgehen muss. Aber die anfängliche Mühe lohnt sich, es ist ein wunderbarer Sport und es erinnert mich insofern ein wenig ans Schwimmen, weil man wirklich den ganzen Körper einsetzt.

Nach einigen Selbstversuchen im Kaiserwinkl ging’s gestern Abend bei Nachtbeleuchtung und eisigen -12 Grad im Kaiserstadion in St. Johann mit unserem most personal Trainer Alex B. ans Eingemachte. Fazit: Sich Profitipps in Form eines Kurses oder von einem Könner zu holen zahlt sich in jedem Fall aus, sonst bleibt man im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke ;-) .

Alex, vielen Dank für die Unterstützung und die tollen Tipps!

Posted from Kössen, Tirol, Austria.

Wer in St. Johann eine Skitour macht, bezahlt bis zu 1800 Euro Strafe.

Der Harschbichl, von den einheimischen Tourengehern auch “liebevoll” Frustpalven genannt, hat seinen Namen von einer für Skifahrer nicht gerade einfach zu meisternden Schneeform (Der “Harsch” ist eine zuerst angetaute und dann wieder gefrorene Schneeschicht, die beim Befahren gerne durchbricht).

Der Harschbichl ist ein beliebtes Ziel für Tourengeher am Abend. Viele Einheimische nützen das nach der Arbeit, aber auch aus der näheren Umgebung, z.B. aus Bayern kommen viele Tourengeher. Eine kuriose Entscheidung gab es dazu kürzlich im St. Johanner Gemeinderat. Man darf jetzt abends nämlich nur mehr am Mittwoch und Freitag bis 22 Uhr auf der Piste unterwegs sein, ansonsten drohen Strafen bis 1800 Euro! Begründet wird das mit der Gefährdung durch Pistenraupen, die mit Seilwinden die steilen Pisten präparieren. Mich verwundert diese Entscheidung. Anstatt hier nach einer innovativen Lösung zu suchen, wird das Problem durch ein Verbot “gelöst”. Es ist schon erstaunlich, dass eine Tourismusregion, die etwas sagen wir einmal “zu kämpfen” hat, hier nicht in der Lage ist, für alle Beteiligten eine attraktivere Lösung zu finden.

Am 1.1.2012 (wohlgemerkt ein Sonntag) konnte ich gleich den Schweinehund überwinden (durch gutes Zureden des Herrn K.) und mit Schneeschuhen und Snowboard die ca. 1000hm von St. Johann aus auf den Harschbichl gehen. Als Belohnung gab’s Radler und Kaspressknödlsuppe in der Harschbichlhütte.

Mallorca

Ende Oktober 2011 haben wir uns eine Woche Mallorca gegönnt. Man kann die Insel in der Nebensaison nicht genug empfehlen. Wir haben uns im nördlichen Landesinneren in einer einsamen Finca auf ca. 5000m2 Grund eingenistet. Mit dem Mietauto erkunden wir die Insel, klappern die Ortschaften ab und besuchen die Wochenmärkte.

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Beeindruckend war der Ausflug zum Cap Formentor entlang der Steilküste.

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Auf Mallorca gibt es viele Klöster, darunter eines in der Nähe von Petra, die eine Marienstatue aus dem 8. Jhdt. ihr Eigen nennt. Eine Wanderung auf den Puig de Maria bei Pollenca haben wir unternommen. Oben gibt es auch ein Kloster und einen wunderbaren Ausblick auf die Steilküste im Norden. Für die, die’s gerne einfach mögen: In den Klöstern kann man übrigens ziemlich günstig übernachten.

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Hier noch weitere sehenswerte Fotos:

Kahlschlag bei den Bundesbahnen

Die heutige Schlagzeile betreffend die weitere Reduzierung von Nebenlinien bei den ÖBB erinnert mich an eine Dokumentation über die Auswirkungen der Globalisierung in Neuseeland.

Mitte der 80er Jahre begann in Neuseeland eine bis dahin beispiellose Deregulierungs- und Privatisierungsaktion. Das sogenannte Neuseeland-Experiment brachte für Spekulanten satte Profite, während die Bürger bald die negativen Auswirkungen tragen mussten.

Diese Privatisierungen endeten in einem Desaster, darunter ein sechswöchiger Stromausfall 1998 in Auckland. Und weiter:

Ein weiteres Beispiel für das Versagen des freien Marktes zeichnete sich im Laufe der Jahre bei der privatisierten Eisenbahn ab. Weil Service und Angebot zunehmend schlechter wurden, musste sich der Staat wieder einmischen.

Im Klartext: Die privatisierten Bahnen Neuseelands machten bereits vor Jahren durch, was sich jetzt bei uns anbahnt: Nebenstrecken wurden aufgelassen, beim Service wurde gespart, Hauptsache die Rendite stimmt. Was der Staat zuerst verscherbelt hatte, musste er Jahre später wieder viel zu überteuert und runtergewirtschaftet wieder zurückkaufen.

Ich empfehle den ÖBB-Consultern einen Blick auf kino.to, um sich diese Dokumentation anzuschauen.

Wer die Doku gerne sehen möchte, schreibt einfach einen Kommentar, ich werde euch dann weiterhelfen.

Kalvarienberg und Hochschanz

In der Nacht leuchtet über Kössen auf einem Hügel hinter dem Dorf unübersehbar ein Kreuz. Wir wollten mal rausfinden, ob es da nicht einen Weg hinauf gibt. Und siehe da: Eine nette Runde ist der Spaziergang über den Kalvarienberg und Hochschanz. Man hat einen wunderbaren Blick über die gesamte Talsohle rund um Kössen. Auch im Winter ist der Pfad meistens gut ausgetreten und kein Problem.


Wanderroute 794495 – powered by Wandermap 

Von Oberndorf in Tirol über Rettenberg und Gieringer Weiher nach Kitzbühel

Nach Programmierüberdosis aufgebrochen und den Weg von Oberndorf nach Kitzbühel zu Fuss durch den Schnee gestapft. Sehr schöner Fleck ist der Rettenberg in Bichlach. Rundumblick.

Rettenberg

Über den Rettenberg rüber kommt man zu einem Bauernhaus mit wie es aussieht einer Einkehr für Jakobsweggeher. Obwohl laut Jakobsweg-Internet-Informationen da kein Jakobsweg ist. Auch interessant. Von dort bin ich dann weiter zum Gieringer Weiher und dann weiter nach Kitzbühel.

Kitzbühel — Wilder Kaiser

In Kitzbühel dann eingekehrt auf eine Pizza im Centro, Essen gut — Wiener Schnösel in Lederhosen mit weißem iPhone eher weniger.

Merke: Am Sonntag fährt kein Bus von Kitzbühel zurück nach Oberndorf.

Insgesamt fast 12km sehr erholsame Wanderung.


Wanderroute 771283 – powered by Wandermap