Cameron Highlands

Die Cameron Highlands wurden 1885 entdeckt und liegen zwischen unzähligen Erdbeer- und Teeplantagen im malaysischen Hinterland auf ca. 1500m. Aufgrund dieser Höhenlage bieten sie ein vergleichsweise sehr angenehmes Klima – ca. 25 Grad untertags und eine gute Abkühlung in der Nacht.

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Hier verweilen wir fast drei Wochen, lassen es uns im Father’s Guesthouse, einem sehr freundlichen und gut organisierten Unternehmen gut gehen, essen uns durch verschiedene Kulturen und müssen uns im Endefekt doch immer wieder eingestehen, dass uns das indische Essen am Besten schmeckt. Vegeterian Banana Leaf — auf einem Bananenblatt ein Haufen Reis, verschiedenste angerichtete Gemüsesorten, eine Art Brot, scharfe Saucen und Dhal – und das um ganze 5 RM (1 Euro).

Groesste Blume der Welt

Nebenbei machen wir einen Ausflug zur größten Blume der Welt, machen einen kleinen Rundgang in einm Dorf der “Orang Asli” (so werden die “Ureinwohner” genannt), fahren zu BOHs Teeplantagen (hier wurden die Blätter bis 1987 noch per Hand gepfückt) und sind ein wenig traurig über den nebligen Ausblick am höchsten Punkt der Highlands.

Francis, unser einheimischer Guide klärt uns über die Pflanzen und deren Besonderheiten auf – wir sind uns wie im Biologieunterricht vorgekommen – Frage- und Antwortspiel :O)

Francis

Es gibt über 180 verschiedene Ingwersorten, viele verschiedene wilde Orchideen, importierte Manukasträucher aus Neuseeland, wir rochen an Zimt- und Tigerbalmpflanzen und steckten unsere Finger in fleischfressende Blüten :O(

Fleischfressende Pflanze

In der Kolonialzeit gab es viele Malariatote, darum wurden Mengen an Eukalyptusbäumen gepflanzt, um die Feuchtigkeit aus dem Boden zu bringen, um so der Zezefliege den Kampf anzusagen, was auch funktionierte.

Nach einem Besuch in der 5km entfernten Nachbarortschaft Brinchang waren wir um einiges an Wissen reicher. Wir leisteten uns um ganze 6 RM – also gut 1 Euro :O) ein Taxi und lernten dadurch einen hier gebürtigen, sehr engagierten Hindu kennen. Für ihn ist die Veränderung der Highlands in den letzten 25 Jahren sehr schwer mitanzusehen und er engagiert sich bei REACH (Regional Environmental Awareness for Cameron Highlands), einer Umweltorganisation in dieser Gegend. Er erzählt uns, wie sehr sich der Tourismus in den Vordergrund gedrängt und sich somit auch das Klima verändert hat. Es gibt Menschen (wie überall), in deren Augen das Dollarzeichen leuchtet und die dann alles andere vergessen. Es werden Megaresorts mit bis zu 20 Stockwerken gebaut, der Verkehr wird immer mehr und die Klimaveränderung greifbar. In seiner Kindheit brauchten die Plantagen noch keine Überdachung, es hat mindestens einmal am Tag geregnet und man hatte, ohne Feuer zu machen,
Probleme, durch die hohe Luftfeuchtigkeit die Kleidung trocken zu bekommen. Auf dem Schulweg wuchsen unzählige Früchte zum Naschen und im Busch musste man sich vor vielen gefährlichen Tieren, unter anderem auch vor Pantherm fürchten – All of them are gone now …

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In Brinchang spazieren wir herum, besuchen einen chinesischen, einen buddhistischen und einen hinduistischen Tempel, versuchen uns im Cactusvalley an den heimischen Erbeeren und lassen uns beim Nightmarket von Köstlichkeiten verführen.

Alle Fotos wie immer auf Flickr!