Bangkok – Thailand (Mit etwas Verspätung)

Heute ist der 3. Jänner 2010. Oder eigentlich erst Anfang August, wenn es nach dem letzten Eintrag in unserem Reisetagebuch geht. Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Wenn man eine Reise abbricht, kann man das auch.

Bangkok Tuk Tuk

Am 7. August kommen wir nach zweiundzwanzigstündiger Schiff- und Busreise im Trubel von Bangkok an. Bald sind wir im ersten Hotelzimmer mit Klimaanlage seit langem eingecheckt. Am nächsten Tag wollen wir gemeinsam mit Freunden die Stadt erkunden.

Bangkok

Aus dem Sight-Seeing in Bangkok wird aber nichts. Leider werde ich krank und verbringe die Tage im Hotelzimmer. Karo versorgt mich mit Essen und Medikamenten. Schon länger hatten wir geplant, einen Abstecher nach Hause zu machen, bevor wir weiter nach Indien wollen. Die Flüge sind schon länger gebucht. Irgendwie überstehe ich den Heimflug. Und lande dann erstmal im Krankenhaus. Inzwischen ist wieder alles gut. Unendlich dankbar bin ich Karo für ihre Hilfe und ihren Einsatz für mich in dieser Zeit.

So tragen die unterschiedlichsten Umstände dazu bei, dass wir unsere Weiterreise erst einmal absagen. Sehr schade natürlich, aber trotzdem die richtige Entscheidung mit einem guten Gefühl.

Was nach achtmonatiger Reise bleibt, sind wunderschöne Erinnerungen an die bereisten Länder und Gegenden. Was aber viel mehr wiegt, sind bestimmte Momente, die wir erleben, und Menschen, die wir kennenlernen durften. Wir sagen danke für die Hilfsbereitschaft, die Gastfreundschaft und danke für viele Freundschaften. Inzwischen sind wir schon wieder ein paar Monate in Österreich, doch so viele Eindrücke unserer Reise sind in Gedanken präsent, als hätten wir sie gerade erst erlebt.

Im Moment sind wir dabei, uns in Tirol zu reintegrieren. Ein Neustart. Heimgekommen sind wir mit vielen Ideen.

Hier im Tagebuch werden wir euch weiterhin hie und da mit besonderen Erinnerungen oder Gedanken versorgen.

Koh Samui – Thailand

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Um 5.00 Uhr verlassen wir mit einem Minibus Georgetown und kommen fix und foxi nach 15 Stunden Fahrt, unteranderem auch mit der Faehre, auf Koh Samui an. Unser Huettchen war bereits vorreserviert, somit stand uns nichts im Weg, uns hundemuede in die “Federn” zu hauen – fast nichts! Nach einem kuzzeitigen “Herzstillstand” und grosser Aufruhr, bringt uns der Taxifahrer den vergessenen Rucksack mit unserem Laptop zurueck :O)

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Morgens trauen wir unseren Augen nicht, unser Huettchen steht 20 Schritte vom wunderbarsten Strand und Meer entfernt :O)
Wir kommen uns vor wie im Paradies und fragen uns, warum wir nicht schon frueher hierher gekommen sind…….

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Die White Sands Bungalows am Lamai Beach sind Basisholzhuettchen und stechen durch ihre Einfachheit an der Strandpromenade zwischen den Resorts und Luxusbungalows richtig heraus. Hier kann man natuerlich auch mehr ausgeben und eine groessere Huette mit Bad, Fernseher, Klimaanlage, usw bekommen. Wir geben uns mit einer Matrazte auf dem Boden, einer Lichtquelle und einem Mosquitonetz zufrieden und zahlen ganze 3 Euro pro Tag :O)

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Die Athmosphaere ist unglaublich, der Strand sehr sauber, das Meer wunderbar gruen-blau und die Menschen unbeschreiblich freundlich. Wir spazieren am Strand entlang, geniessen die Sonne, aber auch den Schatten, kuehlen uns im Wasser ab, lassen uns direkt am Strand von einer Thai-Massage verwoehnen, schmeissen uns auch mal kurz in den Trubel Lamais, bevorzugen aber dann doch ein gutes Glaserl am Strand mit Mee(h)rblick!
Wir lernen auch ein sehr nettes Wiener Paerchen kennen, verstehen uns auf Anhieb blendend und verbringen viele gemeinsame Stunden. Neben einigen UNO – Runden, herrlichem Fruehstueck und frischen Fruechten, geht uns der Gespraechsstoff auch nicht aus. Manu und Karo machen den Markt unsicher, waehrend es sich Andreas und Walter am Strand mit einem CHUCKS Bier gemuetlich machen.

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Zwei Tage borgen wir uns einen Scooter aus, fahren unter anderem zum Big Buddha und durchqueren diverse Ortschaften. Es wimmelt von Marktstaenden an jeder Ecke und am Strand kommen Verkaeufer-innen und verwoehnen dich mit Koestlichkeiten.
Einen Helm zu tragen ist schon einige Jahre Vorschrift, aber es tut so gut wie niemand – wenn jemand einen Helm auf hat, sind es Touristen…….so wie wir :O)
Allein Koh Samui hat 4 grosse, voll belegte Krankenhaeuser, die in diversesten Situationen eher von den Nicht-einheimischen genutzt werden.

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Sollten wir hier nocheinmal herkommen, sind wir schon sehr gespannt, in welche Richtung sich der Tourismus veraendert. In den groesseren Ortschaften gibt es bereits schon Essensrichtungen jeglicher Art und Weise – vom bayrischen Lokal ueber oesterreichische Scmankerl und Schweizer Essen, die Franzosen sind auch nicht zu vergessen :O)

Wozu faehrt man in ein fremdes Land, wenn man kein Beduerfnis hat, das Essen, die Menschen und die Kultur kennenzulernen? Auch hier steigt der westliche Standard……….