Round the mountain (Mt Ruapehu)

Walter & Karo

Von Whakapapa Village aus machen wir uns auf den Weg rund um Mt Ruapehu, eine sechstaegige sehr abwechslungsreiche Wanderung. Wir wandern praktisch allein und treffen nur bei den Huetten einige wenige, dafuer sehr nette Leute. Im Gegensatz zum Tongariro Alpine Crossing kann man hier wirklich in Ruhe die Natur geniessen.

Die Huetten hier muss man sich etwas spartanischer vorstellen als die gewohnten oesterreichischen bewirtschafteten Alpenvereinshuetten: Kein fliessend Wasser, als Trinkwasser wird Regenwasser gesammelt, also sparsam sein, gebadet wird im Gebirgsbach :-) ; gekocht wird am mitgebrachten Gaskocher das selbstgetragene Essen; eingeheizt wird im Holzofen (auch mal um 4 Uhr frueh, wenn die Kaelte sich richtig breit macht). “Heisser” Tipp: Eine Trinkflasche mit heissem Wasser im Schlafsack ist die perfekte Waermflasche! Hier wurden uns unsere zwar leichten, aber duennen Sommerschlafsaecke eindeutig zu kalt (sind nur bis 15 Grad “angenehm” und die Naechte in den Bergen sind dann doch um einiges kaelter). In Wellington werden wir uns fuer die Suedinsel um neue Schlafsaecke kuemmern!

Mt Ruapehu Desert

Der zweite Tag der Wanderung fuehrt durch Neuseelands einzige wirkliche Wueste. Wirklich erstaunlich, denn nur ca. 30 Kilometer weiter beginnt wieder ein wunderschoener Wald in sattem Gruen. Moeglich ist das, weil sich am maechtigen Ruapehu die Wolken praktisch immer von der Westseite abregnen und es auf der anderen Seite so gut wie keinen Niederschlag gibt. Der Weg fuehrt auch durch ein beeindruckendes Tal, das regelmaessig von Vulkanschlammlawinen (Lahars) heimgesucht wird. Insgesamt hat man das Gefuehl, dass die Erde hier einfach noch nicht fertig ist.

Whakapapaiti Hut

Links im Foto sieht man gut den Auffangbehaelter fuer das Regenwasser. Es kann auch schon mal passieren, dass einer Huette das Wasser ausgeht, wie wir in den Huettenbuechern gelesen haben. Leider hilft es dann auch nicht wirklich, das Wasser aus einem nahen Bach abzukochen, denn das Problem sind hier nicht Bakterien, sondern Schwefel und ungeniessbare Mineralien aufgrund der vulkanischen Umgebung.

Wir hatten fast durchwegs Sonnenschein, obwohl die Wettervorhersagen immer fuer den jeweils naechsten Tag Regen prophezeiten!

Nach sechs Tagen, mehr als 85 Kilometern und vielen vielen Hoehenmetern, morgens zimtigem Haferschleim und abends Couscous oder Reis wurden letztendlich nicht nur unsere Rucksaecke, sondern auch wir ein wenig leichter ;-) . Eine anstrengende, aber wunderbare Wanderung, einfach befreiend fuer Koerper, Geist und Seele.

Viel mehr Fotos gibt es wie immer auf Flickr! Wir freuen uns natuerlich immer ueber Kommentare, ausserdem interessiert uns, wer uns aller hier im Tagebuch auf unserer Reise begleitet, also gebt euch einen Stups und schreibt uns :-) !


Posted from Tongariro National Park, Manawatu-Wanganui, New Zealand.

Whakapapa – Tongariro National Park

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Whakapapa Village ist ein kleiner Ort am Fusse des Mount Ruapehu (2797m). Im Winter ein beliebter Skiort, im Sommer Ausgangspunkt fuer viele Wanderungen. Wir nisten uns im Holiday Park ein, um von dort aus zum Kratersee des Vulkans zu gehen und danach die sechstaegige Backcountry-Wanderung um denselben Berg zu machen.

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Auf Informationssuche im i-Site (Besucherzentrum) treffen wir nette Vorarlberger, die uns im Auto die Strasse mit hinauf nehmen. Danach machen wir noch einige Hoehenmeter im Sessellift und anschliessend geht’s zu Fuss ueber viele Schneefelder gemeinsam mit Harald zum Kratersee.

Weitere Fotos…

Posted from Tongariro National Park, Manawatu-Wanganui, New Zealand.