Drei Wochen Backcountry

Sehr ruhig war es auf unserem Blog die letzten Wochen, nicht ohne Grund. Von Nelson aus haben wir uns Anfang Maerz zu einem dreiwoechigen Backcountrytrip auf den Weg gemacht. Nach nunmehr fast 300 Kilometern zu Fuss durch den noerdlichen Teil der neuseelaendischen Suedinsel kehren wir nun mit wirklich reicher Beute an wunderbarer Erfahrung und unglaublichen Fotos nach Nelson zurueck.

Northern South Island

Wenn ihr die Karte klickt, kommt ihr zu Flickr und dort ist es moeglich, sich auf der Karte ein paar Details zu den einzelnen Etappen anzuschauen.

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Von Nelson fahren wir per Bus nach Marahau. Von dort aus fuehrt uns der Weg in den Abel Tasman National Park. Der Track die Kueste entlang ist wahrscheinlich neben dem Tongariro Alpine Crossing der meistfrequentierteste in ganz Neuseeland. Aber nicht nur Wanderer, sondern auch Kajaks und viele Boote tummeln sich hier. Wir verziehen uns daher auf den “Inland Track” und verbringen drei Tage in den Bergen.

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Nach einem Zwischenstopp und einem Tag Pause bei furchtbarem Wetter in Takaka geht es weiter am Heaphy Track, dem laengsten der “Great Walks” mit ca. 90 Kilometern. Der Track verbindet die Golden Bay mit der immer stuermischen und von Sandflies heimgesuchten Westkueste. Wir planen zuerst fuenf Tage ein, aber die “Great Walks” haben so breit angelegte Wege, dass wir schneller sind als erwartet und eine Huette einfach auslassen. Noch dazu hat das den Vorteil, dass wir nach dem Schlechtwetter den ganzen andern Wanderern um einen Tag voraus sind und uns die Mackay Hut nur mit einem netten Hollaender teilen (Am naechsten Tag war die Huette voll!!).

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Der abwechslungsreiche Track fuehrt vom inneren Buschland ueber eine Hochebene durch Alpine Wetlands an die Westkueste, windgepeitschte Palmen und meterhohe Wellen beeindruckten uns dort an den feinen Sandstraenden. Zum Baden ist es allerdings nix, erstens zu kalt, zweitens zu gefaehrlich. Nur eine Robbe, die unseren Weg kreuzte, wagte sich in die Fluten.

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Der Weg nach dem Heaphy Track fuehrt uns nach Karamea, einem winzigen Dorf an diesem Ende der Welt. Sturm und Wetter beschehrt uns wieder einen Tag Zwangspause, den wir aber gerne annehmen. Danach machen wir uns zur laengsten Etappe auf den Weg. Von der Westkueste geht es ueber den Little Wanganui Sattel (1100m) ins Karamea Tal.

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Mehrere Tage folgen wir dem Flussverlauf. Am sogenannten Karamea Bend vereint sich der Fluss mit dem Leslie River, die reinste Sandflies-Hoelle. Am Abend sind die Fenster schwarz vor lauter Fliegen. Dazu kommen noch Wespen, aber das nur nebenbei. Dafuer ueberrascht uns ein Hubschrauberpilot mit einem Sack Aepfeln und Bier, wir koennen es kaum glauben!

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Anschliessend geht es weiter wieder ueber 1000 Hoehenmeter hinauf ins Tableland. Wir machen den Aufstieg an einem perfekt schoenen Tag und werden nach Tagen im Wald mit unglaublichen Ausblicken belohnt. Leider bleibt uns der Aufstieg zum Mt Arthur letztendlich dank eines erneuten Wetterumschwungs verwehrt. Aber wir schaffen es auf Gordons Pyramid und koennen ueber die Nelson Bay in der Ferne am Horizont den weit entfernten Vulkan Taranaki auf der Nordinsel erkennen!

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Nach dieser fast zehntaegigen Etappe gehen unsere Vorraete dem Ende zu, zum Glueck helfen uns Tagesausflueger, die von der anderen Seite kommen, gerne aus. Mit dem Abstieg ins Cobb Valley endet diese unglaubliche Wanderung.

Und hier gibt es noch viel viel mehr Fotos:




Posted from Kahurangi National Park, Tasman, New Zealand.

Outdoor Ausrüstung

Ausruestung

je 1 Paar Bergschuhe
je 1 70l Tramperrucksack + Regenhuelle
Erika
je 2 1 abzippbare Berghosen
je 1 Poncho
je 1 Haube
je 1 Kopfbedeckung / Sonnenschutz
je 1 aermelloser Windstopper
je 1 Softshelljacke
je 1 Gore-Tex-Jacke
je 1 duenne Windstopperjacke
je 1 Schlafsack
je 1 Silk-Inlet
je 1 extraleichtes Outdoor-Handtuch
je 1 Paar Handschuhe
je 1 lange Unterwaesche
je 1 Fliesoberteil
je 4 2 kurze Funktionsleiberl
Schutzengelhalstuecher (Danke, Familie Hofinger!)
je 1 Steinanhaenger (Danke, Familie Pfeffermann)
1 Flachmann ;-) (gefuellt)
First-Aid-Kit + Medikamente + diplomierte Intensivkrankenschwester ;-)
Alu-Notfalldecken
Selbstgemischte Bachblueten (Danke, Petra!)
je 1 Sonnenbrille + Box
je 1 Paar Gamaschen
je 1 kurze Jeans
je 1 extrakleiner Tagesrucksack
1 Zelt + Reserveheringe (Danke, Familie Wessely fuer die Beisteuerung!)
1 Kulturbeutel
Badehose + Bikini
1 Fotoapparat + Elektrokrimskrams
Kochgeschirr + Besteck
Kartusche + Kocher
je 1 Trinkbecher
1 Waescheleiene
je 1 Paar Stoecke
je 1 Paar Flip-Flop
je 3 2 Paar Bergsocken
Kompass, Fernglas und Schweizer-Messer (Danke, Stefan und Alex)
je 1 Iso-Matte
Fischerzeug
Spagat
Unterwaesche
REI
Kerzen 1 Kerze
Feuerzeug + Streichhoelzer
Wasserfeste Streichhoelzer
Taschentuecher
1 wasserdichter Sack (25l)
Behaelter fuer 7l Wasser
Raeucherhoelzer (zum Vertreiben der boesen Naturgeister)
1 Stirnlampe
Muellsaecke
1 Mundharmonika (Danke, Familie Zardini!)
1 Reisebackgammon
1 Reisemastermind
3 Drahtreiber
1 Stoppuhr mit Weckfunktion
je 1 Guerteltasche (Danke, Herr Eigner und Frau Broethaler)
je 1 Reisepolster (Danke, liebe Ni und lieber Gue)
je 1 Stein der Reisenden (Danke, Mama und Papa Brigola!)
je 1 Sorgenpueppchen (Danke, Simona!)
1 extraschwere Weitwinkel-Lomo-Analogkamera mit Unterwassergehaeuse und 4 35mm-Filmen (Sorry, Flo!)
1 GPS-Tracker (Danke, Familie Obelmosel)
1 Pkg Chlortabletten
1 Adressbuch (Danke, Familie Kettner!)
Literatur (Danke, Barbara und Petra)
Landkarten
Ober-Survival-Buch (Danke, Markus)
1 fetter neuseelaendischer Notgroschen (Danke, Lisa, Doris und Connie)
… und viele weitere Gluecksbringer … danke an alle!

1/2 kg Vollmilchpulver
1/2 1/4 kg Vollkornmehl
100g Kaffeepulver
130g 20g Trockenhefe
1kg Reis
1Pkg getrocknete Zwiebel
12 Stk. Suppen-/Saucenwuerfel
20 Stk. Teebeutel
1/2 kg Hartwurst
24 Iso-Trink-Tabs
8 Stk. Mega-Energie-Riegel
Fladenbrot
1 Dose Vegimite
2 kl. Dosen Thunfisch
getrocknete Mango
Rosinen
Studentenfutter

So kommen wir hoffentlich moeglichst unabhaengig ueber die Runden.

Wenn euch was wichtiges einfaellt, lasst es uns wissen! Viel koennen wir aber nicht mehr tragen ;-) .