Wer in St. Johann eine Skitour macht, bezahlt bis zu 1800 Euro Strafe.

Der Harschbichl, von den einheimischen Tourengehern auch “liebevoll” Frustpalven genannt, hat seinen Namen von einer für Skifahrer nicht gerade einfach zu meisternden Schneeform (Der “Harsch” ist eine zuerst angetaute und dann wieder gefrorene Schneeschicht, die beim Befahren gerne durchbricht).

Der Harschbichl ist ein beliebtes Ziel für Tourengeher am Abend. Viele Einheimische nützen das nach der Arbeit, aber auch aus der näheren Umgebung, z.B. aus Bayern kommen viele Tourengeher. Eine kuriose Entscheidung gab es dazu kürzlich im St. Johanner Gemeinderat. Man darf jetzt abends nämlich nur mehr am Mittwoch und Freitag bis 22 Uhr auf der Piste unterwegs sein, ansonsten drohen Strafen bis 1800 Euro! Begründet wird das mit der Gefährdung durch Pistenraupen, die mit Seilwinden die steilen Pisten präparieren. Mich verwundert diese Entscheidung. Anstatt hier nach einer innovativen Lösung zu suchen, wird das Problem durch ein Verbot “gelöst”. Es ist schon erstaunlich, dass eine Tourismusregion, die etwas sagen wir einmal “zu kämpfen” hat, hier nicht in der Lage ist, für alle Beteiligten eine attraktivere Lösung zu finden.

Am 1.1.2012 (wohlgemerkt ein Sonntag) konnte ich gleich den Schweinehund überwinden (durch gutes Zureden des Herrn K.) und mit Schneeschuhen und Snowboard die ca. 1000hm von St. Johann aus auf den Harschbichl gehen. Als Belohnung gab’s Radler und Kaspressknödlsuppe in der Harschbichlhütte.

Baumoos — Harschbichl

Mit Schneeschuhen und Snowboard auf den Hausberg …


Hike route 396009 – powered by Wandermap